Ended Dec 17

Renaud Regnery

Tatem und Tobu

Nov 5 – Dec 17, 2016

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One thinks one knows the visual strategies in Renaud Regnery's current exhibition but one doesn't 're – cognize' them: large-format, pink monochromatic surfaces; behind that, strict grid images, which bring to mind the optics of geometry and remind one of constructivist modern painting. As the title of the exhibit already suggests, the two formally different seeming work groups create a series of displacements.

The geometric abstractions are pictorial materializations of original wallpaper, which, during the course of the American Depression in the 1930s, in order to 'aetheticize' the everyday, was printed with a tile pattern in a Trompe-l'œil style, to simulate scrubresistant tiling in the most economically feasible way. The works by no means follow the modern self referential pattern. Instead, they step out of their context quite autonomously, only to be collected together again by their history and concrete functional value. They are performances of their own materiality and origin; are images and junctures simultaneously. As such they connect with spaces outside the image surface — with societal relationships, with our day-to-day experiences, and with that which we are affectively used to seeing and desiring.

-Birgit Effinger (excerpt from exhibition text)

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Man meint die Bildkonzepte der aktuellen Ausstellung von Renaud Regnery zu kennen ohne sie wiederzuerkennen: großformatige, monochromome Oberflächen in Pink, dahinter strenge Gitterbilder, die optische Züge des Geometrischen aufweisen und Erinnerungen an die konstruktive Malereimoderne aufrufen. Wie bereits der Ausstellungstitel nahe legt, ist in den zwei formal verschieden anmutenden Werkgruppen eine Reihe von Deplatzierungsmomenten angelegt.

Die geometrischen Abstraktionen sind bildliche Materialisierungen von Original-Tapeten, die in den dreißiger Jahren im Zuge der amerikanischen Wirtschaftskrise in Trompe-l’œil-Manier mit Kachelmustern bedruckt wurden, um bei der Ästhetisierung des Alltags auf möglichst ökonomische Weise scheuerfeste Fliesenverkleidungen zu simulieren. Die Arbeiten fügen sich mitnichten dem modernen selbstrefrentiellen Raster, sondern treten durchaus autonom von ihrem Kontext heraus, um wiederum von ihrer Historie und ihrem konkreten Gebrauchswert eingeholt zu werden. Sie sind Performanz ihrer eigenen Materialität und Entstehung wie auch Bilder und Gelenkstellen zugleich. Als solche schließen sie sich an Räume jenseits der Bildfläche, an gesellschaftliche Verhältnisse, an unsere Alltagserfahrungen und affektiven Seh- und Begehrensgewohnheiten an.

-Birgit Effinger (Auszug aus dem Ausstellungstext)

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