Ended Jul 29

Caleb Considine

Cancelled

Apr 28 – Jul 29, 2017

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In a couple of older paintings by Caleb Considine, we see an object directly referencing a passage from a novel—an accordion stretching out the word ‘pessimism’; or a foam cannonball etched with a specific phrase—shown sitting among studio clutter. The object is stranded between realms; it is a deposit from a series of transfers or insertions, from narrative description on the page, to materializing on a studio couch in Brooklyn, then again to a flat rendering on the canvas. Along the way, its meaning has been dislocated. And this suspense of subject matter seems to hold true with the other things the artist paints, whether from fiction or fragments of reality. There is an absence to the images as they are painted—the vacant face of a best friend, a subway platform sucked of people, an object that already is substituting for something else—that suggests they are not where the content lies. But then these are not images simply made in the service of observational realist painting, either; they are too clearly singled out for that. This sense of content being astray has to do also with the process’ vying for significance. The paintings’ rendering is daily and insistently on the surface, though still not expressive enough to overtake the subject. The things are faithfully reconstituted.

The actual object used to make the weaponized bulldozer piece is, like the paintings, a detailed, scaled-down replica. It is a collectible model, less than five inches tall, assembled in an undisclosed distant location, sold on eBay, and shipped to the studio, where it sat still on an overturned plastic storage bin draped with a black trash bag for the last ten months, while news and podcasts ran in the background, the dust of the studio gradually mingling with the signs of desert wear sprayed onto its sides.

The pool of blood in the take-out container was sourced from the meat shop downstairs, initially for some idea involving a ceramic figurine taking after a Salvador Dalí painting about the ascendance of U.S. geopolitical power after WWII that was going to include some blood. That did not work out, but the Tupperware looked nice in its hot-sauce-stained corner of the fridge and had a waxy texture similar to the face of the canvases. The teeth are the artist’s, the books are the artist’s, the subway platform is how the 4th Ave and 9th Street stop looked every afternoon this year, or an aggregate thereof. Through these images also emerges a larger picture of persistent devotion to task.

„Cancelled” is Caleb Considine’s first solo exhibition with Galerie Buchholz.

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In einigen älteren Bildern von Caleb Considine sehen wir Gegenstände, die sich direkt auf eine Romanpassage beziehen – ein auseinander gezogenes Akkordeon, auf dem das Wort “Pessimismus“ zu lesen ist; oder eine Kanonenkugel aus Schaumstoff, der ein bestimmter Satz eingeprägt ist. Um diese Objekte herum befindet sich typisches Atelierzeug, als wären sie in einem Zwischenbereich gestrandet. Ablagerungen aus einer Serie von Übertragungen oder Einbringungen, von der narrativen Beschreibung auf einer Seite, zur Materialisierung auf einer Ateliercouch in Brooklyn, zu der flachen Darstellung auf einer Leinwand. Unterwegs hat sich ihre Bedeutung verschoben. Und diese Verschiebung, ein thematischer Aufschub, scheint sich auch auf die anderen Dinge auszuwirken, die der Künstler malt, Fiktionen, oder Fragmente der Wirklichkeit. Die Bilder, wie sie gemalt sind, zeichnet eine Abwesenheit aus – das leere Gesicht eines besten Freundes, ein U-Bahn-Bahnsteig, von dem die Leute wie weggefegt wurden, ein Objekt, das für etwas anderes steht. All das suggeriert, dass das nicht der eigentliche Inhalt ist und dass dieser woanders zu suchen ist. Aber dies sind auch keine Bilder, die im Dienst einer beobachtenden, realistischen Malerei stehen. Dafür sind sie zu vereinzelt. Dieses Gefühl eines sich auf Abwegen befindenden Inhalts hat auch damit zu tun, dass der Prozess selber darum wetteifert sich Bedeutung zu verschaffen. Der malerische Prozess ist alltäglich und strikt an der Oberfläche, dabei aber nicht expressiv genug, um das Thema zu vereinnahmen. Die Dinge werden getreulich wiedergegeben.

Das eigentliche Objekt, das für das Bild mit dem bewaffneten Bulldozer verwendet wurde, ist, wie das Gemälde, eine detailgenaue, verkleinerte Replik. Ein Collectors Item, vielleicht zehn Zentimeter hoch, zusammengebaut an einem nicht näher benannten fernen Ort, verkauft auf eBay, und an das Atelier verschickt, wo es die letzten zehn Monate auf einer umgedrehten Plastikbox, auf einem schwarzen Plastikmüllbeutel lag. Während im Hintergrund News und Podcasts liefen, hat sich der Staub des Studios allmählich mit den Zeichen von Desert Wear, die auf die Seite des Objekts gesprayed sind, vermischt.

Die Blutlache in dem Takeout-Gefäß stammt aus einem Fleischladen im Erdgeschoss. Ursprünglich gehörte sie zu einer Idee mit einer Keramikfigur, die einem Gemälde von Salvador Dali nachempfunden ist und bei der es um den Aufstieg der geopolitischen Macht der USA nach dem Zweiten Weltkrieg gegangen wäre, in der Blut involviert ist. Aus der Idee wurde nichts, aber die Tupperware sah gut aus in ihrem Winkel im Kühlschrank mit den Flecken von Hot Sauce und ihrer wächsernen Oberfläche, die der von Leinwänden ähnelt. Die Zähne sind vom Künstler selbst, die Bücher auch, der U-Bahn-Bahnsteig befindet sich an der 4th Avenue und 9th Street und sah in diesem Jahr tatsächlich nachmittags immer wieder so oder sehr ähnlich aus. Durch diese Bilder entsteht auch ein größeres Bild, das einer beharrlichen Hingabe an eine Tätigkeit.

“Cancelled“ ist die erste Einzelausstellung von Caleb Considine in der Galerie Buchholz.

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