L’Été plus vaste que l’Empire

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L’Été plus vaste que l’Empire

Jun 30 – Aug 5, 2017

Björn Braun, Günther Förg, Mary Heilmann, Gregor Hildebrandt, Barbara Kasten, Friedrich Kunath, John McAllister, Florian Meisenberg, Oliver Osborne, David Renggli, Daniel Richter, Kathleen Ryan, Wilhelm Sasnal, Kathrin Sonntag, He Xiangyu

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"The Summer vaster than the Empire hangs over the tables of space several terraces of climate. The earth huge on its area rolls over-flowing its pale embers under the ashes—Sulphur colour, honey colour, colour of immortal things, the whole grassy earth taking light from the straw of last winter—and from the green sponge of a lonely tree the sky draws its violet juices.

A place of stone of quartz! Not a pure grain in the wind’s beard. And light like oil. From the crack of my eye to the level of the hills I join myself, I know the stones gillstained, the swarms of silence in the hives of light; and my heart gives heed to a family of acridians…"

The above passage from Saint-John Perse's Anabasis provides a lyrical framework for this year’s summer show at Wentrup and WNTRP. The early volume of Anabasis was written in 1920 in a remote, abandoned Taoist temple near Bejing.

Saint-John Perse, the 1960 winner of the Nobel Prize for literature, was born in 1887 in Guadeloupe as Alexis Léger. After his childhood on the French Antilles, he went to France and studied law. Kjell Strömberg, the former cultural attaché at the Swedish Embassy in Paris, wrote in 1960 that Anabasis, “this early work by Perse, is already informed by this sense of breadth, the oceanic and continental boundlessness that will always characterize Saint-John Perse’s entire oeuvre.” Sain-John Perse was, like his eulogist Strömberg, a diplomat and poet. He left France when the Vichy government took control, after he was dismissed form the diplomatic service and stripped of his citizenship, and his assets had been seized. He returned from the US only in 1957. Anders Österling of the Swedish Academy found that Perse “perpetuates a majestic tradition in French poetic art,” taking “his metaphors from all disciplines, from all eras, from all mythologies, from all regions; his cycles of poems call to mind those great sea shells from which a cosmic music seems to emanate. (...) The poems by Saint-John Perse explore the furthest limits of human possibilities.

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„Der Sommer, ungeheurer als das Reich, hat an den Tischen des Raumes gestaffelte Klimate aufgehangen. Die ungeheure Erde wälzt auf ihrer Tenne randvoll die bleichen Gluten unter der Asche – Schwefelfarben, honigfarben, in den Farben unsterblicher Dinge, die ganze Erde der Gräser, die sich entzündet am Stroh des vergangenen Winters – und aus dem grünen Schwamm eines einzigen Baumes saugt der Himmel seinen veilchenfarbenen Seim.

Eine steinige Stätte voll Glimmer! Kein reiner Same in den Grannen des Windes. Und das Licht wie ein Öl. – Dem Strich der Gipfel mich vereinend durch den Spalt der Lider, weiß ich den Fels gefleckt von lauschenden Höhlen, die Schwärme der Stille in den Stöcken des Lichts; und mein Herz sorgt sich um eine Schar von Grillen…“

Dieser Auszug aus dem Band Anabasis von Saint-John Perse bildet den lyrischen Rahmen für die diesjährige Sommerausstellung bei Wentrup und WNTRP. Der frühe Band von Anabasis entstand um 1920 in einem abgelegenen und verlassenen taoistischen Tempel nahe Peking.

Der Nobelpreisträger für Literatur Saint-John Perse kam 1887 in Guadeloupe als Alexis Léger auf die Welt. Nach seiner Kindheit auf den französischen Antillen ging er nach Frankreich und wurde Jurist. Kjell Strömberg, der ehemalige Kulturattaché an der schwedische Botschaft in Paris schrieb in seinem Vorwort der Zuerkennung des Nobelpreises 1960, dass in Anabasis, „diesem frühen Werk von Perse, (...) sich bereits das Gefühl von Weite, der ozeanischen und kontinentalen Grenzenlosigkeit feststellen [läßt], das immer das ganze Werk von Saint-John Perse kennzeichnen wird.” Saint-John Perse war wie sein Laudator Strömberg Diplomat und Lyriker. Er verließ Frankreich unter Vichy nachdem man ihm aus dem Dienst entlassen, die Staatsbürgerschaft entzogen und all sein Vermögen beschlagnahmt hatte. Aus den USA kehrte er erst 1957 zurück. Anders Österling von der schwedischen Akademie der Wissenschaften fand, dass Perse „die Tradition der französischen Poesie weiterführe, indem er seine Metaphern aus allen Wissensgebieten, allen Epochen, allen Mythologien, allen Kontinenten beziehe[.] [S] eine großen Dichtungen erinnerten an jene Muscheln des Meeres, aus denen kosmische Musik zu ertönen schiene. (...) Die Gedichte von Saint-John Perse siedeln sich um die äußersten Grenzen der menschlichen Möglichkeiten an.”

While you’re in Tiergarten

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