Ended Feb 27
Pakui Hardware
Absent Touch
Nov 13, 2020 – Feb 27, 2021
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Carlier Gebauer is pleased to announce Absent Touch, the first solo exhibition with the gallery by artist duo Pakui Hardware.
When Neringa Černiauskaitéėand Ugnius Gelguda founded Pakui Hardware in 2014, the body increasingly began to be experienced a post-natural, porous interface. A malleable entity, it revealed itself perpetually reshaped by an interplay of personal transformations, interpersonal relations and structural power mechanisms. Attuned to philosophies such as new materialism, bio-capitalism and necropolitics as well as closely connected to scientific and technological research, their sculptural installations have since then introduced the viewer to ecosystems that intensify emerging sensorial patterns by abstracting the shapes that usually convey them.
Drawing on their recent exploration of prosthetic bodies through digitalization and quantification of health, Pakui Hardware’s first personal exhibition at Carlier Gebauer, Berlin opens a new chapter in their research. With Absent Touch, the duo focuses on the recent rise of remote-health-care technologies and services, a phenomenon also known as “virtual care” that encompasses telemedicine, telehealth and robotic surgery.
While the environment at the gallery brings to mind various hospital spaces, merging a surgical unit with a waiting room, the interaction between the works, as well as the contrasting materials used for each, introduces a more ambiguous tone. Placed under surgical lamps and on operating tables, fragile objects combine stainless steel elements with translucent, rounded glass shapes and delicate, billowy fabric drapings while on the walls, a series of photograph brings forth certain details of the sculptures, delineating possible modes of contact, negotiation and tension.
Echoing researcher Jeannette Pols for whom there is no “cold” technology and “warm” body, Pakui Hardware delineates “a lingering moment between actual and virtual bodies” while refusing to adopt a black and white view on technology. Of this, virtual care is a telling example. A short-term remedy to the limitations of accessible healthcare, it also rises a looming threat of personal data being gathered by big corporation. A way of easing the awkwardness sometime arise through an in-person exchange, it however leads in many other cases to a sense of neglect.
Absent Touch leaves questions unanswered and Gordian knots entangled. Here, presence is reduced to traces, shells and imprints; while feelings are fleeting, muted and withheld.
As we roam through the exhibition space, careful not to shatter a precarious stasis, we constantly feel as a threat. Slowly, we grow accustomed to the experience of a space where motion precedes cognition and adjustment knowledge, one that mirrors the ethical complexity of a potential yet already nearing future.
Pakui Hardware (1977 and 1984, Lithuania) live and work between Berlin and Vilnius. Upcoming solo exhibitions include Baltic Art Center, Gateshead; Carlier Gebauer Berlin; Leopold-Hoesch-Museum, Düren. Past solo exhibitions include Future Gallery Mexico, Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK), Bielefelder Kunstverein, Tenderpixel, London, Museum of Modern Art Ludwig Foundation Vienna (MUMOK). Past group exhibitions include MOCO La Panacée, Montpellier; 13th Baltic Triennial at CAC, Vilnius; Istanbul Biennial; CCA Tel Aviv; MAXXI, Rome; Musée d’Orsay, Paris; Kunshalle Basel; Kunstverein Braunschweig; Kunsthalle Basel, Basel; Bozar, Brussels.
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Carlier Gebauer freut sich Absent Touch, die erste Einzelausstellung des Künstlerduos Pakui Hardware in der Galerie, zu präsentieren.
Als Neringa Černiauskaité und Ugnius Gelguda im Jahr 2014 Pakui Hardware gründeten, galt der Körper zunehmend als eine postnatürliche, poröse Schnittstelle: ein plastisches Gebilde,
dass ständig durch ein Wechselspiel von persönlichen Transformationen, zwischenmenschlichen Beziehungen und strukturellen Machtmechanismen neu geformt wurde. Inspiriert von Philosophien wie dem Neuen Materialismus, dem Biokapitalismus und der Nekropolitik und in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlicher und technologischer Forschung, führen ihre skulpturalen Installationen den Betrachter seither in Ökosysteme ein, die entstehende Sinnesmuster verstärken, indem sie die Formen abstrahieren, die diese normalerweise vermitteln.
Pakui Hardwares erste Einzelausstellung bei Carlier Gebauer Berlin fußt auf ihrer Untersuchung von Prothesenkörpern mittels der Digitalisierung und Quantifizierung von Gesundheit und schlägt somit ein neues Kapitel ihrer Forschungsarbeit auf. Mit Absent Touch konzentriert sich das Duo auf den jüngsten Aufschwung von telematischen Gesundheitsdienstleistungen und Technologien, ein Phänomen, das auch als „virtuelle Fürsorge“ bekannt ist und Telemedizin, Telegesundheit und Roboterchirurgie umfasst.
Obwohl das Ambiente in der Galerie an das eines Krankenhauses erinnert – eine Kombination aus Operationsraum und Wartezimmer – kreiert die Interaktion zwischen den Werken und ihren kontrastierenden Materialien einen ambivalenteren Ton. Fragile Objekte aus Edelstahlelementen, abgerundeten Glasformen und zarten, wogenden Stoffbehängen liegen unter OP-Leuchten auf Operationstischen, während an den Wänden eine Reihe von Fotografien bestimmte Details der Skulpturen hervorheben und mögliche Formen des Kontakts, der Interaktion und der Spannung andeuten.
In Anlehnung an die Forscherin Jeannette Pols, für die es keine „kalte“ Technologie und keinen „warmen“ Körper gibt, zeigen Pakui Hardware „einen andauernden Moment zwischen realen und virtuellen Körpern“, wobei sie sich einer Schwarz-Weiß-Sicht auf die Technologie verweigern. Die virtuelle Pflege ist dafür ein anschauliches Beispiel. Obwohl sie eine kurzfristige Lösung für die Grenzen der zugänglichen Gesundheitsfürsorge darstellt, besteht die Gefahr, dass persönliche Daten von großen Unternehmen gesammelt werden. Sie kann zwar das Verlegenheitsgefühl, dass bei direkten Untersuchungen entsteht verringern, führt aber häufig auch zu einem Gefühl der Vernachlässigung.
Absent Touch lässt Fragen unbeantwortet und gordische Knoten ungelöst. Hier wird Präsenz auf Spuren, Hüllen und Abdrücke reduziert, während die Gefühle flüchtig, gedämpft und unterdrückt bleiben. Während man durch den Ausstellungsraum streift, darauf bedacht die prekäre Stasis nicht zu stören, fühlt man sich durchweg als Bedrohung. Nach und nach gewöhnt man sich an einen Raum, in dem die Bewegung der Erkenntnis, die Anpassung dem Wissen vorausgeht, ein Raum, der die ethische Komplexität einer noch potentiellen, aber bereits nahen Zukunft widerspiegelt.
Pakui Hardware (*1977 und *1984, Litauen) leben und arbeiten in Berlin und Vilnius. Ihre nächsten Einzelausstellungen werden im Baltic Art Center, Gateshead und im Leopold-Hoesch-Museum, Düren, zu sehen sein. Sie hatten bereits Einzelausstellungen in der Future Gallery, Mexiko, Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK), Bielefelder Kunstverein, Tenderpixel, London, und dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok). Sie haben an Gruppenausstellungen im MOCO La Panacée, Montpellier, der 13. Baltischen Trienniale im CAC, Vilnius, der Bienniale Istanbul , CCA Tel Aviv, MAXXI Rom, Musée d’Orsay Paris, Kunsthalle Basel, Kunstverein Braunschweig, Kunsthalle Basel und im Bozar Brüssel teilgenommen.









