Ended
Mimesis
Dec 8, 2023 – Jan 20, 2024
Concorde, Raoul De Keyser, Maria Eichhorn, Lewis Hammond, Cornelia Hesse-Honegger, Dozie Kanu, Yuki Kimura, Carolyn Lazard, Puppies Puppies (Jade Guanaro Kuriki-Olivo), Albert Renger-Patzsch, Paul Sietsema, Lydia Silvestri, St. John, Sung Tieu, Ambera Wellmann
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The title Mimesis is borrowed from Erich Auerbach's study of the same name. In close readings of texts spanning more than two millennia – from the Odyssey to Virginia Wolf – Auerbach delves into the very materiality of language, vocabulary, grammatical constructions, and phrases. He extrapolates from his subjects a wider social and psychological reality in abstract and at times surprising ways. Auerbach investigates the texts and what they bring to the fore, simultaneously looking at the time of their writing and how this context surfaces in the text.
The artists in this exhibition are not bound together by themes, materiality, and sometimes also not the times. But every work displays an explicit decisiveness: to make it this way and not differently. Determination and concreteness are condensed in each work. Something can appear both as an expression and an imprint. Mimesis as a term is no longer so commonly used, but perhaps mimesis is a good method of describing an imagined distance, so that something united appears in the dissimilar. The effort to make sense of one's world and to shape it.
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Mimesisumfasst Werke von Concorde, Raoul De Keyser, Maria Eichhorn, Lewis Hammond, Cornelia Hesse-Honegger, Dozie Kanu, Yuki Kimura, Carolyn Lazard, Puppies Puppies (Jade Guanaro Kuriki-Olivo), Albert Renger-Patzsch, PaulSietsema, Lydia Silvestri, Sung Tieu, Ambera Wellmann und eine Skulptur des Evangelisten Johannes.
Der Titel ist der gleichnamigen Studie von Erich Auerbach entlehnt. In seiner Auseinandersetzung mit Texten aus mehr als zwei Jahrtausenden – von der Odyssee bis zu Virginia Wolf –untersucht Auerbach die Materialität von Sprache, Wortschatz, grammatikalischen Strukturen und Formulierungen. Auf abstrakte und oftmals überraschende Weise schließt er aus seinen Gegenständen auf die soziale und psychologische Realität der Zeit und des Autors. Auerbach macht erfahrbar, wie sowohl die Motive und Mittel der Autoren als auch die Kontexte im Text selbst gewissermaßen unbewusst eingeschrieben sind, und wie deren Zusammenhänge sichtbar werden. Es ist ein genauer, präziser Umgang mit mit den gegebenen Formen der Texte, der auch sein eigenes Schreiben kennzeichnet.
Die KünstlerInnen in dieser Ausstellung sind nicht thematisch, durch Materialität und manchmal nicht einmal durch ihre Zeit miteinander verbunden. Aber jede Arbeit zeigt eine ausdrückliche Entschiedenheit, Präzision und Sensibilität. Zusammengenommen stellen sie eine Einladung dar, die jeweiligen Arten und Weisen zu betrachten, in denen die Werke ganz unterschiedliche Zugänge zu unserer Welt unternehmen; ein Bestreben wird sichtbar, der eigenen Welt einen Sinn zu geben und sie zu gestalten. Mimesis als Begriff ist nicht mehr so gebräuchlich, aber vielleicht ist Mimesis eine gute Methode, eine imaginäre Distanz einzunehmen, so dass im Unähnlichen etwas Gemeinsames erscheinen kann.