Ended Sep 6

Abyss of Absence

Aug 7 – Sep 6, 2025

Vanshika Agrawal

Neda Aydin

Pavlos Ioannides

Lorenz Pasch

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“And if you gaze long into an abyss, the abyss also gazes into you.”

—Friedrich Nietzsche

There is a constant rushing, rattling, roaring, humming, bursting, crashing, buzzing, pounding, knocking, and droning — every day we move through a dense thicket of sound that has become so familiar it hardly registers in our perception, unless the volume suddenly spikes for a brief moment. This background noise is so ingrained in our lives, so strangely comforting, that for many people, being exposed to complete silence feels so unfamiliar and unsettling that they risk losing their grip on reality. An abyss opens up for those who enter silence — and they realize: this is not nothing.

The manifold forms and effects of silence — ranging from states of extreme discomfort and tormenting uncertainty to feelings of ecstasy and oceanic boundlessness — have moved and fascinated humanity for millennia. Whether in the mystical search for unity with the divine or the desire for release from the self, silence is not only a unifying element across countless cultural practices, but an anthropological constant in its own right. It comes as no surprise, then, that silence has entered modern art and culture as a motif and formative element. But silence is more than that: it arises when we touch the limits of experience, when words suddenly fail us, and the magnitude or gravity of an experience takes our breath away. Silence can be that infinitesimal moment in which the seemingly inevitable course of events is interrupted — and everything might just be entirely different. In moments of silence, it can feel as though space itself is stretched to the brink — only to burst open a second later with the force of a storm. Silence can be withdrawal from the world, inner contemplation, and complete stillness — but it can also be the exact opposite: a silent scream, a protest against the catastrophe of things going on as they always have.

Inspired by the manifold metamorphoses of silence in art, culture, and everyday life the four artists Vanshika Agrawal, Neda Aydin, Pavlos Ioannides, and Lorenz Pasch each explore the phenomenon of silence in their own unique and remarkable way. Abyss of Absence documents an ongoing search through the depths of the eerie and captivating void that silence reveals.

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„Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

—Friedrich Nietzsche

Es rauscht, es rattert, es röhrt, es surrt, platzt, kracht, schwirrt, pocht, klopft und dröhnt – tagtäglich führt uns unser Weg durch ein dichtbewachsenes Geräuschdickicht, das uns so alltäglich vorkommt, dass es in unserer Wahrnehmung eigentlich gar nicht vorkommt, wenn der Lautstärkepegel nicht gerade für einen kurzen Augenblick in jähe Höhen schnellt. Das Grundrauschen ist uns so vertraut, wir haben es fast schon so liebgewonnen, dass es für die meisten Menschen dermaßen ungewohnt und unangenehm ist, völliger Stille ausgesetzt zu sein, dass sie darüber den Verstand zu verlieren drohen. Abgründe tun sich dem auf, der in die Stille eintritt, und er bemerkt: hier ist nicht nichts.

Die mannigfaltigen Gestalten und Wirkungen der Stille – Zustände extremen Unwohlseins und quälender Ungewissheit können sich mit Gefühlen von Ekstase und ozeanischer Entgrenzung abwechseln – haben seit Jahrtausenden Menschen bewegt und fasziniert: sei es die Suche nach mystischem Einssein mit der Gottheit oder die Erlösung vom Ich – Stille ist nicht nur ein verbindendes Element in der kulturellen Praxis der verschiedensten Kulturen, sondern eine anthropologische Konstante schlechthin. So verwundert es kaum, dass sie als Motiv und formgebendes Element Eingang in die Kunst und Kultur der Moderne gefunden hat. Aber Stille ist mehr als das: Stille tritt ein, wenn wir die Grenzen des Erfahrbaren berühren, wenn uns urplötzlich die Worte fehlen, weil uns die Größe und Schwere der Erfahrung den Atem verschlägt. Stille kann der unendliche kleine Augenblick sein, in dem der scheinbar unausweichliche Gang der Dinge unterbrochen wird und alles auch ganz anders ein könnte. In Momenten der Stille kann es scheinen, als sei für einen Wimpernschlag der Raum bis zum Bersten gespannt – und nur eine Sekunde später bricht der Sturm los. Stille kann den Rückzug aus der Welt, innere Einkehr und totale Ruhe bedeuten – sie kann aber auch das genaue Gegenteil sein: ein stummer Schrei, ein Protest gegen die Katastrophe, dass es immer so weiter geht.

Inspiriert von den mannigfaltigen Metamorphosen der Stille in Kunst, Kultur und Alltag setzen sich die vier Künstler*innen Vanshika Agrawal, Neda Aydin, Pavlos Ioannides und Lorenz Pasch auf ihre je individuelle und außergewöhnliche Art und Weise mit dem Phänomen der Stille auseinander. Abyss of Absence dokumentiert eine stets unabgeschlossene Suche in den Tiefen des unheimlichen und faszinierenden Abgrundes, den die Stille öffnet.

While you’re in Mitte

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