Hannah Sophie Dunkelberg

Ended

Hannah Sophie Dunkelberg

A Room of My Own

Sep 13 – Nov 2, 2024

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“I've always drawn or tinkered, taken things apart and put them back together again. Everyone has a need to express themselves and I think art is one of the most natural ways to do that.”

“I like the idea that the techniques I use have the potential to demystify or destabilise historical narratives.”

—Hannah Sophie Dunkelberg, interview with art critic Chloe Stead for The Collective Magazine, September 2024

For her first solo exhibition at Mehdi Chouakri Berlin, German sculptor Hannah Sophie Dunkelberg showcases a new body of work. The exhibition A Room Of My Own features three sculptures composed of mouth blown glass spheres and aluminium cast objects as well as a series of wall reliefs made from PVC and spray paint. These pieces, both “cute” and “cruel”, offer a reflection on our imagination. By engaging with the concept of the "cute," Dunkelberg invites viewers to explore the world of man-made constructs and the one of Childhood.

Born in 1987 in Bonn, Germany, Dunkelberg studied at the HfBK, Hamburg University of Fine Arts, and completed her studies at the Berlin University of the Arts, UDK, under the guidance of Manfred Pernice. Now based in Berlin, she creates sculptures that explore the balance between the real and the abstract, using familiar domestic objects as a starting point. Her practice questions modernity by blending industrial processes with regional craftsmanship, with Dunkelberg welding, forging, and lacquering her works herself. The playfulness of shapes and colours contrasts with the heavy, cold materials she uses, such as steel, aluminum, and plastic. Influenced by pop culture, the artist uses symbols of femininity to challenge social norms not without humour.

Dunkelberg’s artistic journey began with painting, where she quickly became aware of the delicacy of canvas, which vibrates with even the slightest force. This led her to explore the resistance offered by harder surfaces, a quality that immediately appealed to her. To experiment further, she began to create molds out of plastic using a vacuum forming machine, a process that introduces an element of surprise similar to printmaking. Unlike the precision of painting, this method allows for a degree of distance, which Dunkelberg values. She deliberately avoids flawless surfaces, embracing the imperfections—such as imprints of small holes or screws—that reveal traces of the work’s production process.

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“Ich habe schon immer gezeichnet oder gebastelt, Dinge auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Alle haben das Bedürfnis, sich auszudrücken, und ich denke, Kunst ist eine der natürlichsten Formen, das zu tun.”

“Mir gefällt die Vorstellung, dass die Techniken, die ich verwende, das Potenzial haben, historische Narrative zu entzaubern oder zu destabilisieren.”

—Hannah Sophie Dunkelberg, Interview mit der Kunstkritikerin Chloe Stead für die Zeitschrift The Collective, September 2024

Für Ihre erste Einzelausstellung bei Mehdi Chouakri Berlin, wird die deutsche Bildhauerin Hannah Sophie Dunkelberg erstmals eine neue Werkgruppe während der Berlin Art Week 2024 präsentieren (11. – 15. September). In der Ausstellung werden drei Skulpturen aus mundgeblasenen Glaskugeln und Aluminiumgussobjekten, sowie eine Reihe von Wandreliefs aus PVC und Sprühfarbe zu sehen sein. Diese sowohl „niedlichen“ als auch „grausamen“ Stücke bieten eine Reflexion über unsere Vorstellungskraft. Durch die Auseinandersetzung mit dem Konzept des „Niedlichen“ lädt Dunkelberg den Betrachter ein, sich mit der Welt der von Menschen geschaffenen Konstrukte und der Kindheit auseinanderzusetzen.

Die 1987 in Bonn geborene Künstlerin studierte an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in Hamburg und schloss ihr Studium an der Universität der Künste (UDK) in Berlin unter Manfred Pernice ab. Heute lebt sie in Berlin und erschafft Skulpturen, die das Gleichgewicht zwischen dem Realen und dem Abstrakten erforschen, wobei sie vertraute Objekte aus der häuslichen Umgebung als Ausgangspunkt verwendet. Dunkelberg schweißt, schmiedet und lackiert ihre Werke selbst, verbindet industrielle Prozesse mit regionaler Handwerkskunst und hinterfragt in ihrer Praxis so die Moderne. Die Verspieltheit der Formen und Farben stehen im Kontrast zu den von ihr verwendeten schweren, kalten Materialien, wie Stahl, Aluminium und Kunststoff. Beeinflusst von der Popkultur, nutzt die Künstlerin Symbole der Weiblichkeit, um gesellschaftliche Normen mit einem gewissen Humor zu hinterfragen.

Dunkelbergs künstlerische Reise begann mit der Malerei, wo sie sich schnell der Fragilität der Leinwand bewusst wurde welche schon bei der kleinsten Berührung zittert. Das brachte sie dazu, die Widerstandsfähigkeit härterer Oberflächen zu erforschen, eine Eigenschaft, die bei ihr sofort Anklang stieß. Um weiter zu experimentieren, begann sie mit Hilfe einer Vakuum-Presse, Formen aus Kunststoff herzustellen - ein Verfahren, das ähnlich wie bei der Druckgrafik, ein Element des Zufalls beifügt. Im Gegensatz zur Präzision der Malerei erzeugt diese Methode eine gewisse Distanz, die Dunkelberg schätzt. Sie vermeidet makellose Oberflächen bewusst und lässt sich stattdessen auf die Unvollkommenheiten - wie Abdrücke von kleinen Löchern oder Schrauben - ein, welche die Spuren des Herstellungsprozesses der Werke offenbaren.