Ended Apr 20

Ea Vasko

Reflecting Spaciality

Mar 15 – Apr 20, 2024

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Ea Vasko can easily be called one of the most innovative artists from the Helsinki School. She has been working abstractly since the beginning of her artistic career, with her work taking an outstanding position within the Finnish art scene of the early 2000s. Even now, Vasko remains one of the few artists from this platform that continues to operate outside of figurative art. Staying true to her initial ideas, her work questions the basic principles of photography from the act of seeing to the objectivity of an image. Furthermore, she interrogates the different mechanisms of human perception, such as valuation or categorization. Vasko’s interests lie in an urban environments ability to fluidly move and change over the course of time. She utilizes reflections as a method of testing the limits of abstraction, sometimes driving her initially figurative subjects to a point beyond recognition. The exhibition presents a selected group of works, all which deconstruct various aspects of architecture and spaciality, and investigate further into our relationship towards urban space and space that is not perceived at all.

From early on, Ea Vasko was introduced to the cognitive skill of three-dimensional thinking with an influence from her parent’s architectual occupation. She has always been capable of analysing her surroundings, understanding spatial conditions used within her own artistic visions. Thus, one of her core topics is the process of perception itself. Reflections of The Ever-Changing (The Short Story of Now) is one of the artist’s most comprehensive observations. For this series, Vasko photographed reflections nightly in cities at close range.Through the reflections, she captures the constant change and movement that takes place in urban spaces. The artist compares these reflections to momentary experiences: the experience of now is fresh, abstract, and still apart from a logical timeline of history that we tend to build in our heads. The abstraction bears an unpredictable quality of the now while already indicating change that is about to happen. It is not completely definable yet – it is a part of a bigger picture. The reflection can be captured by a photograph, but after all, the camera is too slow to detain the ever-changing. Something in the picture has moved on already during the exposure.

Besides these more time-based works, Vasko spends a great amount of time on how to depict different aspects of spatiality. In Ma, the artist has been photographing so-called transitional spaces, such as corridors, hallways, and yards. The title of the series is a Japanese term that is used in art and architecture and translates to "gap” or "the space between two structural parts”. Vasko’s photographs raise the consciousness of these types of places that are usually not perceived or given much attention. Her pictures embrace the invisibility of transitional spaces and create dreamlike scenarios that bear as much significance as architectural photographs.

In Translucents, Vasko further investigates this field and challenges the traditional way of depicting architecture. Based on observations made through windows, the artist reflects upon architectural photography and how buildings are usually represented as clean and flawless results of long working processes. Aesthetically pleasing and often without any sign of life, this type of photography often bears an artificial character. Translucents can be seen as a shift of focus in showing that architecture is as much involved in the aging process as humans themselves: "The way everyday life has changed the buildings from a vision of the architect to a place formed by its users is a very inspiring subject to me and by that it is also one of the main themes in my work.”

Ea Vasko was born in Helsinki in 1980 where she lives and works today. She received an MA in Photography from the Aalto University, School of Arts, Design and Architecture (now University of Art and Design) in 2009. Since then, her work has been shown in many solo exhibitions, including Ma at Gallery Kant (Copenhagen, 2015) and Defining Darkness at G/P Gallery (Tokyo, 2009). Her work has also been exhibited in group shows throughout Europe, including Fin(n)ish: Fresh Contemporary Art from Finland, Rare Gallery (New York, 2014), Helsinki Abstract, Galerie Nikolaus Ruzicska (Salzburg, 2012), and Touching Dreams - The Helsinki School, The National Museum of Photography (Copenhagen, 2011).

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Ea Vasko kann ohne weiteres als eine der innovativsten Künstlerinnen der Helsinki School bezeichnet werden. Da sie seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn abstrakt arbeitet, nahm ihr Werk in der finnischen Kunstszene der frühen 2000er Jahre eine Sonderstellung ein. Auch heute noch ist Vasko eine der wenigen Künstler*innen, die sich außerhalb der figurativen Kunst bewegen. Ihren ursprünglichen Ideen treu bleibend, hinterfragt ihr Werk die Grundprinzipien der Fotografie, vom Akt des Sehens bis zur Objektivität eines Bildes. Darüber hinaus durchleuchtet sie die verschiedenen Mechanismen der menschlichen Wahrnehmung, wie das Bewerten oder Kategorisieren. In ihren Werken widmet sich Vaskos verschiedenen Raumkonzepten, unter anderem dem städtischen Raum und dessen Fähigkeit, sich ständig anzupassen und zu verändern. Zum Sichtbarmachen dieser Wahrnehmungsprozesse nutzt Vasko vor allem Spiegelungen. Als ihre bevorzugte künstlerische Methode verwendet sie diese, um die Grenzen der Abstraktion auszutesten, wobei sie ihre ursprünglich figurativen Motive manchmal bis zur Unkenntlichkeit treibt. Die Soloausstellung wird eine ausgewählte Gruppe von Werken präsentieren, die die verschiedensten Aspekte von Architektur und Räumlichkeit dekonstruieren und unsere Beziehung zum städtischen Raum sowie unsere Erfahrung mit Raum, den wir in der Regel gar nicht wahrnehmen, weiter untersuchen.

Da Ea Vaskos Eltern als Architekten tätig waren, wurde die Künstlerin schon früh mit dem dreidimensionalen Denken vertraut gemacht. Sie war schon immer in der Lage, ihre Umgebung zu analysieren und das räumliche Sehen für ihre eigenen künstlerischen Visionen zu nutzen. Eines ihrer Kernthemen ist daher der Prozess der Wahrnehmung selbst und wie man diesen visualisieren kann. Reflections of The Ever-Changing (The Short Story of Now) ist eine der umfassendsten Beobachtungen der Künstlerin: Für diese Serie hat Vasko Spiegelungen in nächtlichen Städten aus nächster Nähe fotografiert. Durch die Spiegelungen fängt sie die ständige Veränderung und Bewegung ein, die sich im urbanen Raum vollzieht. Die Künstlerin vergleicht diese Spiegelungen mit momentanen Erfahrungen: Die Erfahrung des Jetzt ist frisch, abstrakt und steht noch abseits einer logischen Zeitlinie der Geschichte, die wir in unseren Köpfen aufzubauen pflegen. Die Abstraktion trägt die unvorhersehbare Qualität des ‚Jetzt‘ in sich und deutet gleichzeitig bereits auf die bevorstehende Veränderung hin. Sie ist noch nicht vollständig definierbar – sie ist ein Teil eines größeren Bildes. Die Reflexion kann durch eine Fotografie eingefangen werden, aber die Kamera ist zu langsam, um das sich ständig verändernde Bild festzuhalten.

Neben diesen eher zeitbasierten Arbeiten verbringt Vasko viel Zeit damit, verschiedene Aspekte der Räumlichkeit darzustellen: In Ma hat die Künstlerin sogenannte Übergangsräume wie Korridore, Flure und Höfe fotografiert. Der Titel der Serie ist ein japanischer Begriff, der in der Kunst und Architektur verwendet wird und zu “Lücke” oder “Zwischenraum” übersetzt werden kann. Die Fotografien sollen ein Bewusstsein für diese Art von Orten wecken, die normalerweise nicht wahrgenommen werden oder denen nicht viel Neben diesen eher zeitbasierten Arbeiten verbringt Vasko viel Zeit damit, verschiedene Aspekte der Räumlichkeit darzustellen: In Ma hat die Künstlerin sogenannte Übergangsräume wie Korridore, Flure und Höfe fotografiert. Der Titel der Serie ist ein japanischer Begriff, der in der Kunst und Architektur verwendet wird und zu “Lücke” oder “Zwischenraum” übersetzt werden kann. Die Fotografien sollen ein Bewusstsein für diese Art von Orten wecken, die normalerweise nicht wahrgenommen werden oder denen nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vaskos Bilder machen Gebrauch von der ‚Unsichtbarkeit‘ dieser Übergangsräume und schaffen traumhafte Szenarien, die ebenso bedeutsam sein können wie Architekturfotografien.

In Translucents geht Vasko noch einen Schritt weiter und stellt die traditionelle Art der Architekturdarstellung grundsätzlich in Frage. Ausgehend von Beobachtungen, die sie durch Fenster gemacht hat, reflektiert die Künstlerin über Architekturfotografie – wie Gebäude normalerweise als saubere und makellose Ergebnisse eines langen Arbeitsprozesses dargestellt werden. Ästhetisch ansprechend und oft ohne jedes Lebenszeichen, hat diese Art von Fotografie oft einen künstlichen Beigeschmack. Translucents soll eine Umorientierung der Sehgewohnheiten bezwecken und zeigen, dass Architektur genauso altert wie die Menschen: „Die Art und Weise, wie das alltägliche Leben die Gebäude von einer Vision des Architekten zu einem von seinen Nutzern geformten Ort verändert, ist für mich ein sehr inspirierendes Thema und damit auch eines der Hauptthemen in meiner Arbeit.“

Ea Vasko wurde 1980 in Helsinki geboren, wo sie heute lebt und arbeitet. Sie erhielt 2009 ihren Master in Fotografie an der Aalto University, School of Arts, Design and Architecture (heute University of Art and Design). Seitdem wurden ihre Arbeiten in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, darunter Ma in der Galerie Kant (Kopenhagen, 2015) und Defining Darkness in der G/P Gallery (Tokio, 2009). Vaskos Arbeiten wurden auch in Gruppenausstellungen in ganz Europa ausgestellt, darunter Fin(n)ish: Fresh Contemporary Art from Finland, Rare Gallery (New York, 2014), Helsinki Abstract, Galerie Nikolaus Ruzicska (Salzburg, 2012), und Touching Dreams - The Helsinki School, The National Museum of Photography (Kopenhagen, 2011).

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