Ended Dec 17
Anna K.E.
In Order of Appearance
Nov 4 – Dec 17, 2022
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Whispering is an unvoiced mode of phonation in which the vocal cords are abducted so that they do not vibrate; air passes between the arytenoid cartilages to create audible turbulence during speech.
In Anna K.E.’s new exhibition In Order of Appearance, 33 works are hung in a grid. Each frame contains an oversized, varnished picture mount with a small drawing in the centre. K.E. began the series in 2018 during a road trip from Los Angeles to New York, and kept working on it during her subsequent travels. On pages torn from a sketchbook, she has drawn portraits of people she met along the way. But these portraits are not realistic depictions: the faces have been reduced to abstract forms, with some looking geometric and constructed, others spontaneous and ornamental. K.E. herself describes them as avatars, as they bear no similarity to their subjects but are instead associative renderings from her memory.
Because we use computers and smartphones every day, we’ve become used to seeing images arranged in grids on sites like Instagram and Pinterest. Transposed into an exhibition space, this way of presenting images stands in tension with the small, intimate oil pastel portraits. Both these portraits and the manually varnished picture mounts they sit in have been crafted by hand.
This play of intimacy and subjectivity continues in the sound installation False Sequence. A shower cubicle is positioned in the centre of the room rather than in the corner, investing the fragile glass structure with a paradoxical quality that renders it unfamiliar. Mounted in the glass are two speakers, from which the sound of quiet whispering emanates. It is K.E.’s voice reading texts she has written herself, which like the portraits are abstract reflections on and recollections of her travels and previous exhibitions. The special acoustics forces exhibition visitors to come right up close to the speakers, simulating the intimacy of two human bodies being pressed together. The quiet whispering is also reminiscent of the ASMR videos that are now so popular on sites like YouTube. ASMR stands for autonomous sensory meridian response, which is a tingling sensation on the skin, prompted by an acoustic or tactile stimulus, that many people find pleasant and soothing.
The intimate way in which visitors are invited to engage with the installation speaks to the experience of being in a shower, which is normally a private, self-contained space where people can relax and cleanse their bodies. But in this case, the formal qualities of the freestanding glass structure serve to expose the visitors in their fragility, so that they themselves become part of the exhibition. This creates a doubly voyeuristic situation, in which we are apparently able to hear the artist’s thoughts as we listen to her quiet whispering, while at the same time other visitors are able to watch us doing so.
This exhibition represents a new departure in Anna K.E.’s artistic output. Both installations were produced in transitional situations, and have their origins in fleeting moments that she has documented subjectively rather than objectively.
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Das Flüstern, auch Wispern, Wispeln, Pispern oder Fispern genannt, ist eine Art des stimmlosen Sprechens, bei der die Sprachlaute nicht durch die Schwingungen im Kehlkopf entstehen, sondern durch aus der Lunge strömende Luft, die an den Stimmlippen reibt. Beim Flüstern erzeugt man ein Geräusch und keinen Ton.
In Anna K.E.s neuen Ausstellung „In Order of Appearance“ hängen 33 Arbeiten in einem Raster. Jeder Rahmen beinhaltet ein übergroßes, lackiertes Passepartout, in dessen Mitte sich eine kleine Zeichnung befindet. Die Serie begann K.E. 2018 auf einem Roadtrip von Los Angeles nach New York, USA, und führt sie seitdem auf ihren Reisen fort. Die aus einem Ringbuch herausgerissenen Seiten zeigen Porträts von Menschen, die ihr unterwegs begegnet sind. Die Zeichnungen sind jedoch keine realistischen Abbildungen. Die Gesichter sind auf abstrakte Formen reduziert und wirken mal geometrisch und konstruiert, mal naiv und ornamental. K.E. selbst beschreibt sie als Avatare, da sie keine Ähnlichkeit mehr mit der Person aufweisen, sondern assoziative Aufzeichnungen aus ihrer Erinnerung sind.
Durch den täglichen Gebrauch von Computern und Smartphones sind wir das Sehen von Bildern in Rastern auf Plattformen wie Instagram und Pinterest gewohnt. Übersetzt in den Ausstellungsraum steht diese Art der Präsentation in einer Spannung zu den kleinen, intimen Ölpastell-Porträts, die genauso handgemacht sind wie die manuell mit Lack eingeriebenen Passepartouts.
Das Spiel mit Intimität und Subjektivität setzt sich in der Sound-Installation „False Sequence” fort. Die Eck-Duschkabine steht frei im Raum, was der fragilen Glaskonstruktion an sich widerspricht und sie so entfremdet. In die Glaswand eingelassen befinden sich zwei Lautsprecher, aus denen leises Geflüster dringt. K.E. liest hier selbstgeschriebenen Texte vor, die wie die Porträts abstrakte Reflektionen und Aufnahmen ihrer Reisen und Zeiten verschiedener Ausstellungsaufbauten sind. Die spezielle Akustik erfordert eine räumliche Nähe zwischen Besucher*innen und Lautsprecher, die in einer Art Simulation die intime körperliche Annäherung zweier Menschen imitiert. Das leise Flüstern erinnert zudem an ASMR-Videos, die auf Videoportalen wie YouTube mittlerweile eines der beliebtesten Genres darstellen. Autonomous Sensory Meridian Response (dt. Autonome sensorische Meridianreaktion) bezeichnet das Phänomen eines durch einen akustischen oder taktilen Reiz ausgelöstes Kribbeln auf der Haut, das von vielen Menschen als angenehm und beruhigend empfunden wird.
Die eigentlich intime Rezeptionssituation korrespondiert mit der Dusche, die als Eck-Konstruktion normalerweise Teil der Architektur ist und einen privaten, geschlossenen Raum bildet, in dem man sich reinigen und entspannen kann. Die freistehende gläserne Sound-Dusche hingegen greift die Fragilität der exponierten Besucher*innen formal auf und macht sie zu einem Teil der Ausstellung: „In Order of Appearance“. So entsteht eine doppelt voyeuristische Situation, in der wir der Künstlerin scheinbar beim Denken zu hören und ihr leises Flüstern aufnehmen, während die anderen Besucher*innen uns dabei beobachten können.
In der Ausstellung betritt Anna K.E. neues Terrain in ihrer Kunstproduktion. Beide Werkkomplexe entstanden in transitorischen Situationen und haben ihren Ursprung in flüchtigen Momenten, die von der Künstlerin mehr sinnlich als sachlich dokumentiert wurden.







