Ended
Pol Taburet
The Burden of Papa Tonnerre
Mar 28 – Jul 14, 2025
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In his first solo exhibition in Germany, Pol Taburet (b. 1997, France) presents new paintings, bronze sculptures, and a specially designed scenography at Schinkel Pavillon. Taburet’s work explores themes of transformation, identity, and the interplay between light and shadow. His distinctive visual language combines influences from classical painting, surrealism, and symbolism, resulting in hybrid figures that exist in an ambiguous, in-between state.
The architecture of Schinkel Pavillon, which is enclosed on the ground floor but opens into a glass-walled space above, mirrors the contrasts present in Taburet’s work—between interior and exterior, concealment and revelation. His paintings depict creatures merging human and animal characteristics, rendered with a mix of airbrushed gradients and precise brushstrokes. These figures oscillate between presence and absence, reflecting his interest in shifting identities and psychological states. Alongside his paintings, the exhibition features bronze sculptures that bring his pictorial subjects into three-dimensional space, reinforcing themes of metamorphosis and duality.
At the heart of the exhibition lies the legend of Papa Tonnerre, a mute figure burdened with the secrets of others. In his silence, he becomes the village’s confessor, carrying the weight of desires, vices, and fears on his body. Seeking release, he strikes a deal with a witch, gaining speech in exchange for a set of stolen relics: a bell, a trumpet, a beast-headed vial, and some pepper. But his newfound voice leads to his downfall—overcome by rage, he betrays those who once trusted him, unleashing their darkest truths upon the world. His punishment is exile, condemned to speak forever into the void, never to be heard again.
The exhibition is made possible with the generous support of Mendes Wood DM. Further we would like to thank Trampoline Association and Institut français Germany / Bureau des arts plastiques for supporting this exhibition.
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Für seine erste Einzelausstellung in Deutschland zeigt Pol Taburet (*1997, Frankreich) in einer eigens für den Ort entworfenen Szenographie eine Serie neuer Gemälde und Bronzeskulpturen. Transformation, Identität und das Wechselspiel von Licht und Schatten sind wiederkehrende Themen in seinem Œuvre. Taburets unverwechselbare Bildsprache verbindet Einflüsse aus der klassischen Malerei, dem Surrealismus und dem Symbolismus und manifestiert sich in hybriden Figuren, die in einem ambivalenten „Zwischenraum“ existieren.
Die Architektur des Schinkel Pavillons – im Erdgeschoss hermetisch von der Umwelt abgeriegelt, im Obergeschoss gläsern zum Außenraum geöffnet – spiegelt die Kontraste in Taburets Werk treffend wider – zwischen Innen und Außen, Verhüllung und Offenbarung. Seine Bildwelten zeigen Kreaturen, die menschliche und tierische Attribute in sich vereinen, dargestellt durch eine Mischung aus gesprühten Farbverläufen und präzisen Pinselstrichen. Diese hybriden Figuren oszillieren zwischen An- und Abwesenheit und reflektieren Taburets Interesse an fluiden Identitäten und psychologischen Zuständen. Die ausgestellten Bronzeskulpturen übertragen seine Bildsprache in den dreidimensionalen Raum, indem sie Themen der Metamorphose oder Dualität aufgreifen.
Titelgebend für die Ausstellung ist die Legende von Papa Tonnerre, einer stummen Figur, die mit den Geheimnissen anderer schwer beladen wird. In Schweigen gehüllt, wird Papa Tonnerre unweigerlich zum Beichtvater seines Dorfes und trägt die Bürde der Wünsche, Laster und Ängste auf seinem Schultern. Um seinem Schicksal zu entkommen, schließt er einen Pakt mit einer Hexe: im Tausch gegen eine Reihe gestohlener Reliquien – eine Glocke, eine Trompete, eine Phiole mit einem Tierkopf und etwas Pfeffer – erhält er seine Sprachfähigkeit zurück. Doch seine neu gewonnene Stimme wird ihm schließlich zum Verhängnis: In seinem Zorn auf die Dorfbewohner*innen verrät er diejenigen, die ihm einst vertrauten, und posaunt ihre dunkelsten Geheimnisse hinaus in die Welt. Für diesen Verrat wird er ins Exil verbannt und dort harrt er aus, dazu verurteilt, für immer ins Leere zu sprechen, ohne je wieder gehört zu werden.
Die Ausstellung wird durch die großzügige Unterstützung von Mendes Wood DM ermöglicht. Zudem möchten wir der Trampoline Association und dem Institut Français Deutschland / Bureau des arts plastiques für ihre Unterstützung danken.