Ended Feb 24

8/XXX

Nov 19, 2021 – Feb 24, 2022

Artists: Leonor Antunes, Rosa Barba, Michel François, Rachel Harrison, Paul Mogensen, Thomas Schütte

Leonor Antunes, Rosa Barba, Michel François, Luis Gordillo, Rachel Harrison, Harriet Korman, Paul Mogensen, Thomas Schütte

Curated by Dieter Schwarz

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How do you celebrate the 30th anniversary of a gallery in an exhibition? One could retell its story. Stories belong in books however, whereas the exhibition is a matter of the here and now of the artworks. Carlier Gebauer’s birthday exhibition is not a retrospective, not a survey, it is an improvisation without a fixed theme with works by 8 artists from different generations and with different histories. There is no program that connects them; solely the gaze on the works, the visual evidence of the exhibition.

The entrance room of the gallery, a drawing room, brings together a selection of works on paper; larger groups of works follow in the main rooms. Gordillo’s painting revolves around the figure, which he takes from a wide variety of sources and breaks up and deepens in a complex program of reflections, doublings, and displacements. Mogensen and Korman, on the other hand, work on a painting that constitutes itself from its own preconditions. Mogensen replaces pictorial composition with simple progressions, which he counteracts through the arrangement of elements and choice of colors. Korman has chosen symmetrical orders for her

latest cycle of paintings, she breaks up their regularity with painterly gestures. Equally form-conscious and rigorous in her engagement with sculpture Harrison stretches its formal

framework by choosing heterogeneous materials that reflect the work and their ostensibly improvisational treatment. Rigurously, Antunes takes her cue from the boundaries of classical modernist sculpture and design, from which she derives formal principles and motifs for her site specific works. Rosa Barba treats film as her sculptural material and addresses its central property, the projected light. François deliberately transcends genres in his work in order to establish connections from their edges, to link meanings, and to allow contradictions to emerge. Schütte, on the other hand, works against the background of the figurative sculptural tradition with a repertoire of heads that he constantly reinterprets and transforms through their implementation into ceramics, through his choice of dimension and glaze.

—Dieter Schwarz

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Wie feiert man das 30-jährige Bestehen einer Galerie in einer Ausstellung? Man könnte ihre Geschichte nacherzählen. Doch Geschichten gehören in Bücher, in der Ausstellung dagegen geht es um das Hier und Jetzt der Kunstwerke. Die Geburtstagsausstellung von Carlier Gebauer ist kein Rückblick, keine Bestandesaufnahme, sie ist eine Improvisation ohne festes Thema mit Werken von 8 Künstlern und Künstlerinnen aus verschiedenen Generationen und mit verschiedener Geschichte – Leonor Antunes, Rosa Barba, Michel François, Luis Gordillo,

Rachel Harrison, Harriet Korman, Paul Mogensen, Thomas Schütte. Es gibt kein Programm, das sie verbindet; es geht allein um den Blick auf die Werke, um die visuelle Evidenz der Ausstellung.

Der Eingangsraum der Galerie vereint als Zeichnungskabinett eine Auswahl von Arbeiten auf Papier; in den Haupträumen folgen grössere Werkgruppen. Gordillos Malerei kreist um die Figur, die er verschiedensten Quellen entnimmt und in einem komplexen Programm von Spiegelungen, Verdoppelungen und Verschiebungen aufbricht und vertieft. Mogensen und Korman arbeiten dagegen an einer Malerei, die sich aus ihren eigenen Voraussetzungen konstituiert. Mogensen ersetzt die Bildkomposition durch einfache Progressionen, die er durch die Anordnung der Elemente und die Wahl der Farben konterkariert. Korman hat für ihren neuesten Bildzyklus symmetrische Ordnungen gewählt, deren Regelmässigkeit sie durch die malerische Behandlung aufbricht. Ebenso formbewusst und strikt beschäftigt sich Harrison mit der Skulptur, indem sie den formalen Rahmen durch die Wahl heterogener, die Arbeit reflektierender Materialien und deren vermeintlich improvisierte Behandlung weit ausdehnt. Buchstäblich orientiert sich Antunes an den Grenzen von Skulptur und Design der klassischen Moderne, aus denen sie formale Prinzipien und Motive für ihre auf den Raum bezogenen Arbeiten ableitet. Rosa Barba versteht den Film als ihr skulpturales Material und thematisiert dessen zentrale Eigenschaft, das projizierte Licht. François überschreitet in seiner Arbeit bewusst die Gattungen, um von ihren Rändern ausgehend Zusammenhänge herzustellen, Bedeutungen zu verknüpfen und Widersprüche aufscheinen zu lassen. Schütte dagegen arbeitet auf dem Hintergrund der figürlichen skulpturalen Tradition mit einem Repertoire von Köpfen, die er durch die Umsetzung in Keramik, durch die Wahl von Dimension und Glasur immer wieder neu interpretiert und transformiert.

—Dieter Schwarz

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