Ended Oct 31

Victor Man

Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet weil sie blühet

Sep 9 – Oct 31, 2020

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By quoting 'Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet weil sie blühet', a verse by Angelus Silesius, 17th century mystic and religious poet, the exhibition title sets a framework for examining an overall existential thematic that draws directly from Man’s autobiographical and intimate spiritual experience. This is his third solo exhibition with Galerie Neu and covers three yearsof the artist’s latest creative period.

Within a web of motifs ranging from nature and creation to personal imagery, the nine paintings on view explore the manifold shades of sentiments of love and closeness, just asthey illustrate the absence or rupture thereof. Recurring themes such as spiritual development find reference in biblical topics of the temptation of sin. Divine punishment and demise are thwarted by the explicit portrayal of ultimate fertility that is a fruit of love, the birth of achild (Rózsa Victoria). Moonlight (All Nations Flag), a reflection on entering and exiting theworld, is framed by two self-portraits, indicative of two pillars, titled Self Portrait With The Yellow Shadow of Christ. In concurrence, yet almost jarring in color definition and size, the surprisingly large-format paintings, Untitled (Adieu à Satan) and Flowering Ego, constitute attempts to exorcise evil.

Through this show, Victor Man maps his own progression in life and time. Led by an overpowering impetus, all his intentions find their outlet in the medium of painting and are subordinated to the same. Just as bold as Man’s quite radical individual take on existence are the violent and strong colors emerging from his typically dark palette. Influenced by poets like Georg Trakl and painters such as Pontormo, Man’s approach to art history, as seen in this exhibition, is defined by a non-linear understanding of it. He nurtures the idea of culture as a system that transcends time and feeds and builds upon itself, forming an entity of the pastand the present, the here and now.

The exhibition is accompanied by an extensive publication focused on Victor Man’s portraits and black paintings. With contributions by Rachel Corbett, Enzo Cucchi, Erwin Kessler and Karl Holmqvist, published by Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König and Galerie Neu.

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Den religiösen Dichter und Mystiker des 17. Jahrhunderts, Angelus Silesius, zitierend, setzt der Ausstellungstitel „Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet weil sie blühet“ den Rahmen für die Auseinandersetzung mit einem existentiellen Gesamtthema, das unmittelbar aus Victor Mans autobiografischer und intimer spiritueller Erfahrung schöpft. Dies ist seine dritte Einzelausstellung in der Galerie Neu und umfasst drei Jahre der jüngsten Schaffensperiode des Künstlers.

Innerhalb eines Geflechts von Motiven, die von der Natur über die Schöpfung bis hin zu persönlichen Bildern reichen, erkunden die neun ausgestellten Gemälde die vielfältigen Nuancen von Gefühlen der Liebe und Nähe, ebenso wie sie deren Abwesenheit oder den Bruch zwischenmenschlicher Verbundenheit veranschaulichen. Wiederkehrende Sujets, wie die spirituelle Entfaltung, finden in den biblischen Themen von Verführung und Sünde Erwähnung. Gedanken der göttlichen Strafe und des Untergangs werden durch die explizite Darstellung der ultimativen Fruchtbarkeit und Lebensbejahung – die Frucht der Liebe, die Geburt eines Kindes (Rózsa Victoria) – konterkariert. Moonlight (All Nations Flag), eine Reflexion über den Ein- und Austritt in die Welt, wird von zwei Selbstporträts gerahmt, die tragenden Säulen ähneln und den Titel Self Portrait with The Yellow Shadow of Christ annehmen. Im Gegensatz dazu, abweichend in Farbwahl und Dimension, wagen die überraschend großformatigen Arbeiten, Untitled (Adieu á Satan) und Flowering Ego, den Versuch der Austreibung des Bösen.

Mit der aktuellen Ausstellung gelingt Victor Man eine Kartographie seines Fortschreitens durch Zeit und Leben. Von einem überwältigenden Impetus getrieben, finden alle seine Absichten im Medium der Malerei ihren Ausdruck und werden diesem stets untergeordnet. Genauso kühn wie seine recht bestimmte, individuelle Sichtweise auf die menschliche Existenz, ist die von ihm gewählte Farbgebung. Aus einer typischerweise dunklen Palette bahnen sich nun kraftvolle, laute Töne ihren Weg auf die Leinwand. Beeinflusst von Dichtern wie Georg Trakl oder Malern wie Pontormo, definiert sich Mans kunstgeschichtlicher Begriff, wie er in der aktuellen Schau illustriert wird, durch ein nicht-lineares Selbstverständnis. Er befeuert die Auffassung der Kultur als ein System, das die Zeit transzendiert, aus sich selbst schöpft und seiner selbst speist – eine Einheit aus Vergangenheit und Gegenwart, dem Hier und Jetzt, bildet.

Die Ausstellung wird von einer umfangreichen Publikation begleitet, die sich insbesondere auf Victor Mans Porträts und dunkle Gemälde konzentriert. Mit Beiträgen von Rachel Corbett, Enzo Cucchi, Erwin Kessler und Karl Holmqvist, herausgegeben vom Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König und Galerie Neu.

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