Ended Feb 8
Neda Aydin
In Plain Sight
Jan 11 – Feb 8, 2025
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In Plain Sight, the first solo exhibition by Neda Aydin, showcases sculptures and wall-based works that engage with deviations from norms, disruptions, and the overlooked. Aydin's artistic practice examines the forces and structures that shape, challenge, and define individuals and societies. Her work highlights the pressure to conform and creates spaces where resistance and irregularities become visible.
Aydin, a graduate of the Berlin University of the Arts (Prof. Albrecht Schäfer), is currently a master student under Alicja Kwade at the Dresden Academy of Fine Arts (HfBK Dresden). Among her accolades is the Mart Stam Prize (2024), awarded for her sensitive engagement with light, space, and material in her work Ausharren. Additionally, she received first place in the Federal Ministry of Finance’s Kunst am Bau competition for her project Formschluss, which describes the fragility of infrastructure in times of crisis.
Aydin’s choice of materials plays a central role in her work. She frequently incorporates found “poor” materials with contrasting texture and perceived value, creating symbolic power dynamics. One material dominates, while the other adapts or resists. These interactions reflect societal and personal tensions, which are rendered tangible through her work.
In Plain Sight features spatial interventions and textile works that explore questions of norms, differences and the unnoticed. Aluminum clips embedded in the irregular gaps of wooden floorboards draw attention to subtle deviations. These delicate interventions not only highlight physical disruptions but also open metaphorical spaces that oscillate between visibility and marginalization. The textile works continue this exploration by embracing irregularities such as creases, folds, and lint. These details, often dismissed as flaws, become markers of a quiet resistance against perfection. They imbue the works with a poignant presence, celebrating authenticity and imperfection.
Through subtle interventions in material and space, In Plain Sight invites viewers to sharpen their perception of the overlooked and hidden, discovering an aesthetic that challenges conventional expectations.
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In Plain Sight, die erste Einzelausstellung von Neda Aydin (b. 1990, Dortmund) präsentiert Skulpturen und Wandarbeiten, die sich mit Abweichungen von Normen, Störungen und dem Übersehenen beschäftigen. Aydins künstlerische Praxis untersucht die Kräfte und Strukturen, die Individuen und Gesellschaften formen, herausfordern und prägen. Ihre Arbeiten beleuchten den Druck zur Anpassung und schaffen Räume, in denen Widerstand und Unebenheiten sichtbar werden.
Aydin, Absolventin der Kunsthochschule Berlin Weißensee (Prof. Albrecht Schäfer), ist derzeit Meisterschülerin bei Alicja Kwade an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK Dresden). Zu ihren Auszeichnungen zählt der Mart-Stam-Preis (2024) für ihre einfühlsame Auseinandersetzung mit Licht, Raum und Material in ihrer Arbeit „Ausharren“. Außerdem gewann sie mit ihrem Entwurf „Formschluss“, das die Fragilität von Infrastruktur in Krisenzeiten beleuchtet, den ersten Platz im Kunst-am-Bau-Wettbewerb des Bundesministeriums der Finanzen.
Aydins Materialwahl spielt eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit. Sie verwendet häufig gefundene „arme“ Materialien, die sich in Textur und Wertigkeit kontrastieren und symbolische Machtverhältnisse erzeugen. Während eines dominiert, passt sich das andere an oder leistet Widerstand. Diese Dynamik spiegelt gesellschaftliche und persönliche Konflikte wider, die in ihrer Kunst greifbar werden.
In Plain Sight umfasst räumliche Interventionen und textile Arbeiten, die Fragen nach Normen, Abweichungen und Übersehenem aufwerfen. Aluminiumclips, die in die irregulär verlaufenden Fugen der Holzdielen eingelassen sind, rücken kleineAbweichungen in den Vordergrund. Diese subtilen Eingriffe markieren nicht nur physische Unterbrechungen, sondern eröffnen auch metaphorische Räume, die zwischen Sichtbarkeit und Marginalisierung oszillieren.
Die textilen Arbeiten setzen diese Auseinandersetzung fort, indem sie Unregelmäßigkeiten wie Knitter, Falten und Fussel bewusst integrieren. Diese Details, die üblicherweise als Makel gelten, werden zu Trägern einer stillen Resistenz gegen die Perfektion. Sie verleihen den Arbeiten eine berührende Präsenz, die das Authentische und Unvollkommene würdigt.
Mit subtilen Eingriffen in Material und Raum lädt In Plain Sight die Betrachter dazu ein, das Übersehene oder Verborgene mit geschärftem Blick wahrzunehmen und eine Ästhetik zu erkennen, die den gewohnten Erwartungen entgegensetzt.









