Ended Apr 28
Stefan Vogel
Eigentlich Schön
Mar 7 – Apr 28, 2024
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Painting is normally understood as a process in which colour is applied to a surface. The artist Stefan Vogel shows how much more painting can be. He was involved in the exhibition "Jetzt! Young Painting in Germany", which was shown at the Kunstmuseen Bonn and Wiesbaden and the Kunstsammlung Chemnitz in 2019 and at the Deichtorhallen in Hamburg the following year, and had his first solo museum exhibition "Relax, it's only Paranoia" at the Kunstsammlung Chemnitz in 2021. Here he showed how he reacts to spaces and creates new spaces within them. Both his paintings and his spatial installations are the product of a process in which Stefan Vogel transcends the usual boundaries of the medium of painting in terms of materials and installations, but does not completely abandon it.
The exhibition eigentlich schön at Galerie Michael Haas illustrates this process: Vogel hangs ten large-format canvases in the rooms in Niebuhrstraße, in which the painting appears more as a collage of materials, sometimes reduced, sometimes lavishly designed, whereby these become a new pictorial ground and the paintings become part of a larger, spatial collage. He covers the walls of the gallery with curtains dipped in plaster and then exposes the canvases again in a decollage. The result is an expansive installation that is to be understood as a work, a three-dimensional, collaged painting.
Stefan Vogel uses his own studio or other real spaces as the inspiration and starting point for his works. He imagines a reality of life characterised by artistic and productive human life, filled with things, objects and substances that embody important feelings and questions. The materials used, often clearly marked by decay, point to the progression of time and link it to space in a philosophical manner. Vogel's works serve to examine sociological issues, some of them very personal, which are at the centre of his work: Modes of behaviour and communication, or generally mechanisms of living together in today's society.
The artist Stefan Vogel (b. 1981 in Fürth) lives and works in Leipzig. His work is characterised by a special material aesthetic, subtle poetry and a reduced formal language borrowed from minimal art.
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Normalerweise wird Malerei als Prozess verstanden, bei dem Farbe auf einen Untergrund aufgetragen wird. Der Künstler Stefan Vogel zeigt, wie viel mehr Malerei sein kann. Er war an der Ausstellung „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“, die 2019 in den Kunstmuseen Bonn und Wiesbaden und der Kunstsammlung Chemnitz und im Jahr darauf in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen war, beteiligt und hatte seine erste museale Einzelausstellung „Relax, it’s only Paranoia“ in der Kunstsammlung Chemnitz 2021. Hier hat er gezeigt, wie er auf Räume reagiert und darin neue Räume entstehen lässt. Dabei sind seine Bilder wie auch seine Rauminstallationen das Produkt eines Prozesses, in dem Stefan Vogel die üblichen Grenzen des Mediums Malerei materiell und installativ überschreitet, dieses aber nicht gänzlich verlässt.
Die Ausstellung eigentlich schön in der Galerie Michael Haas veranschaulicht diesen Prozess: Zehn großformatige Leinwände, bei denen die Malerei eher als Materialcollage auftritt, mal reduziert, mal üppig gestaltet, hängt Vogel in den Räumen in der Niebuhrstraße, wobei diese zu einem neuen Bildgrund und die Gemälde zu einem Teil einer größeren, räumlichen Collage werden. Die Wände der Galerie verhüllt er mit in Gips getauchten Vorhängen und legt anschließend die Leinwände in einer Decollage wieder frei. Es entsteht eine raumgreifende Installation, die als ein Werk, als dreidimensionale, collagierte Malerei zu verstehen ist.
Als Inspiration und Ausgangspunkt für seine Werke dienen Stefan Vogel das eigene Atelier oder andere, reale Räume. Er fingiert eine vom künstlerischen und produktiven menschlichen Leben gezeichnete Lebensrealität, angefüllt mit Dingen, Objekten und Substanzen, die wichtige Empfindungen und Fragestellungen verkörpern. Die häufig deutlich sichtbar vom Verfall gezeichneten verwendeten Materialien weisen auf das Fortschreiten der Zeit hin und verknüpfen diese in philosophischer Manier mit dem Raum. Seine Arbeiten dienen Vogel der Untersuchung teils sehr persönlicher soziologischer Fragestellungen, die im Zentrum seines Werkes stehen: Verhaltens- und Kommunikationsweisen, oder allgemein Mechanismen des Zusammenlebens in der heutigen Gesellschaft.
Der Künstler Stefan Vogel (b. 1981 in Fürth) lebt und arbeitet in Leipzig. Sein Werk zeichnet sich durch eine spezielle Materialästhetik, eine feinsinnige Poesie und eine reduzierte, von der Minimal Art entliehene Formensprache aus. Zur Eröffnung der Ausstellung eigentlich schön am Donnerstag, den 07.03.2024, ab 18 Uhr laden wir herzlich in die Räume in der Niebuhrstraße ein, der Künstler wird anwesend sein.









