Mülheimer Freiheit

Ended

Mülheimer Freiheit

Apr 26 – Jun 28, 2024

Hans Peter Adamski, Peter Bömmels, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Gerard Kever, Gerhard Naschberger

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After the art world had allowed itself to be distracted from the classical pictorial for years by minimal art and conceptual art, a huge "hunger for images" emerged at the end of the 1970s. Like-minded artists joined forces and sought to shake off the imprint of the imageless years; groups and loose groupings emerged in all parts of the world. Germany's major cities shine with their Young & New Wild Ones, the new generation of painters revitalises figurative painting and drives forward an exciting new departure.

In the autumn of 1980, the six friends Hans Peter Adamski, Peter Bömmels, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Gerard Kever and Gerhard Naschberger moved into a shared studio at Mülheimer Freiheit 110 in Cologne. Their provocative, spontaneous, often figurative works soon became part of every renowned exhibition of "wild painting" in the early 1980s. The conceptual aspects that the artists had been working on before the merger were not lost but were carried over into their new work. The group engaged in an intensive, continuous exchange – Walter Dahn and Jiří Georg Dokoupil in particular collaborated frequently and worked together on paintings and sculptures – but without committing themselves to a unified concept. They work without a manifesto or statute; their association is based on their friendship, a unified attitude towards the art of the 1970s and the desire to radically break with it. In addition to the strong group dynamic, Mülheimer Freiheit is characterized by a high degree of questioning of their own work and themselves; they are far from taking themselves too seriously. Although the group split up only a few years later, the artists left behind an unprecedented oeuvre full of absurdities, contradictions and humour, an expression of their consensual rebellion against the frowned-upon conformity of the art of the preceding years.

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Nachdem sich die Kunstwelt jahrelang durch Minimal Art und Konzeptkunst vom klassisch Bildhaften ablenken ließ, kommt zu Ende der 1970er Jahre ein gewaltiger „Hunger nach Bildern“ auf. Gleichgesinnte Künstlerinnen und Künstler schließen sich zusammen und suchen, den Abdruck der bildlosen Jahre abzuschütteln; Gruppen und lose Gruppierungen in allen Teilen der Welt entstehen. Deutschlands große Städte glänzen mit ihren Jungen & Neuen Wilden, die neue Malergeneration belebt die gegenständliche Malerei neu und treibt einen spannungsreichen Aufbruch voran.

In Köln beziehen im Herbst 1980 die sechs Freunde Hans Peter Adamski, Peter Bömmels, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Gerard Kever und Gerhard Naschberger ein Gemeinschaftsatelier in der Mülheimer Freiheit 110. Schon bald sind ihre provokanten, spontanen, oft figurativen Werke teil jeder namhaften Ausstellung zur „Wilden Malerei“ der frühen 1980er Jahre. Das Konzeptuelle, mit dem sich die Künstler vor dem Zusammenschluss befasst haben, geht nicht etwa verloren, sondern wird in das neue Wirken übertragen. Die Gruppe betreibt einen intensiven, kontinuierlichen Austausch – vor allem Walter Dahn und Jiří Georg Dokoupil kollaborieren häufig und arbeiten gemeinsam an Gemälden und Skulpturen, allerdings ohne sich an ein einheitliches Konzept zu binden. Sie arbeiten ohne Manifest oder Statut, der Zusammenschluss wird von ihrer Freundschaft, einer einheitlichen Haltung gegenüber der Kunst der 70er Jahre und dem Wunsch, diese radikal zu durchbrechen, getragen. Neben der starken Gruppendynamik zeichnet sich die Mülheimer Freiheit durch ein hohes Maß an Hinterfragung des eigenen Wirkens und ihrer Person aus, es liegt ihnen fern, sich selbst ausgesprochen ernst zu nehmen. Obgleich sich die Gruppe nur wenige Jahre später auseinanderlebt, hinterlassen die Künstler ein beispielloses Werk voller Absurditäten, Widersprüche und Humor, das Ausdruck ihres einvernehmlichen Aufbegehrens gegen die verpönte Konformität der Kunst der vorangegangenen Jahre ist.