Ended Mar 3

André Butzer

Recent Paintings and an Artist Book

Jan 26 – Mar 3, 2018

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Galerie Max Hetzler is pleased to announce the upcoming exhibitions with works by André Butzer.

For the first time Galerie Max Hetzler presents such a comprehensive selection of works by André Butzer in two parallel running exhibitions. The gallery space at Bleibtreustrasse displays recent paintings from 2016 and 2017 as well as a new artist book – created in collaboration with Hans Werner Holzwarth (Holzwarth Publications). Whereas the space at Goethestrasse offers an insight into the early work of the artist with paintings from 1999 to 2008, selected from private collections.

Since 2010, Butzer creates the so called “N-Bilder“ (“N-images”). “N” is an artistic measuring conceived by Butzer, which is not a calculable, rational quantity but rather represents a recurring, fertile space. The white, bar-like interstice that clearly determined the buildup of previous “N-Bilder” here is nearly invisible, just vaguely identifiable or almost completely closed as a gap. It seems that the “N-Bilder“ approach a finale, an inevitable target of dissolving the white plane. However, “N“ is an infinite quantity, always incomplete and original. Thus, the now blurry, brownish gap does not describe an end of these images but the potential of a recurring beginning and a continuous recreation.

In Butzer's selections of works for Bleibtreustrasse as well as for the artist book a strong parallel can be found. Two works – a more than four meters wide painting (Untitled (Früchte), 2016-2017) and a small drawing on paper – clearly stand out. They depict round, colourful faces, recurring “Friedens-Siemens-children“ as Butzer calls them, risen from their coloured background. Vibrant orange and yellow predominate these two works but also blue, green and violet nuances appear. They seem like a returning to the painter's early motifs and are yet very different to his previous works. Neither distinct brushwork nor pastose paint application or overlapping areas characterise these paintings. Instead, they continue the painterly achievements of the “N-Bilder“ in total devotion to the liveliness of his work, summon their matured imagery from these and develop them further – images as totalities and “fruits“.

While in Goethestrasse selected paintings from private collections introduce into the expressive imagery since 1999, a single new “N-Bild” not only forms the transition to the exhibition at Bleibtreustrasse, but also builds a bridge to the painter's entire creative cosmos (“NASAHEIM“), which resembles a permanent border crossing, thus, experienced from here, determines what makes the work.

„Work, ... holds its ground on its own margin; In order to endure, it constantly calls and pulls itself back from an already-no-more into a still-here."

- Paul Celan

André Butzer (*1973, Stuttgart) lives and works in Rangsdorf near Berlin. His work was presented in several solo shows at institutions, such as Växjö Konsthall (2017); Bayerisches Armeemuseum, Ingoldstadt and Neue Galerie, Gladbeck (both 2016); Kunstverein Reutlingen (2015); Künstlerhaus. Halle für Kunst und Medien, Graz (2014); kestnergesellschaft, Hanover and Kunsthistorisches Museum - CAC Contemporary Art Club im Theseustempel, Vienna (both 2011); Kunsthalle Nürnberg (2009) and Kunstverein Heilbronn (2004). Butzer participated in numerous important group exhibitions, most recently at Kunsthalle Krems (2017); Deichtorhallen, Hamburg (2016); Kunsthalle Düsseldorf (2015); Kunstmuseum Stuttgart (2014); Kunsthalle Emden and MoCA - Museum of Contemporary Art, Los Angeles (both 2013); Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt/Kunstraum München (2012); Kunstmuseum St. Gallen (2011); mumok Wien and ZKM - Museum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (both 2008); Carré d’art – Musée d’art contemporain de Nîmes (2005) as well as Kunsthalle Hamburg (2003). Solo exhibitions at IKOB Museum of Contemporary Art in Eupen and at the Museum of the Light, Yoshii Foundation in Hokuto open in 2018.

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Wir freuen uns, Sie auf unsere Ausstellungen mit Werken von André Butzer in der Bleibtreustraße 45 und der Goethestraße 2/3 aufmerksam zu machen.

Erstmals zeigt Galerie Max Hetzler mit diesen zwei parallel laufenden Ausstellungen eine so umfassende Auswahl des Werks von André Butzer. In den Galerieräumen in der Bleibtreustraße werden dabei aktuelle Gemälde aus 2016 und 2017 sowie ein neues Künstlerbuch – entstanden in Zusammenarbeit mit Hans Werner Holzwarth (Holzwarth Publications) – ausgestellt. Die Goethestraße hingegen ermöglicht einen Einblick in das frühere Schaffen des Malers mit Werken aus den Jahren 1999 bis 2008, ausgewählt aus Privatsammlungen.

Seit 2010 entstehen in Butzers Schaffen die sogenannten „N-Bilder“. „N“ ist hierbei ein von Butzer ermaltes künstlerisches Maß, welches keine errechenbare, rationale Größe darstellt, sondern vielmehr auf einen wiederkehrenden, schöpferischen Bildort verweist. Die weiße, balkenähnliche Fuge, welche in den früheren „N-Bilder“ noch deutlich den Bildaufbau bestimmte, ist in den Werken dieser Ausstellung kaum mehr sichtbar, teils nur noch schemenhaft erkennbar oder fast komplett als Fuge geschlossen. Scheinbar laufen die „N-Bilder“ so zu einem Finale hin, zum unvermeidbaren Ziel der Auflösung der weißen Fläche. Doch „N“ ist eine unendliche Größe, unabschließbar und stets anfänglich, so dass die nun bereits verschwommene, ins Bräunliche gehende Fuge kein Ende dieser Bilder beschreibt, sondern das Potenzial eines wiederkehrenden Anfangs und einer steten Neuschöpfung in sich trägt.

In Butzers Werkauswahl sowohl für die Bleibtreustraße als auch für das Künstlerbuch ist eine deutliche Parallele zu erkennen. Zwei Werke – ein mehr als vier Meter Länge umfassendes Gemälde (Untitled (Früchte), 2016-2017) und eine kleinere Zeichnung auf Papier – fallen dabei besonders auf. Sie zeigen runde, bunte Gesichter, wiederkehrende „Friedens-Siemens-Kinder“ wie Butzer sie nennt, aufgegangen in ihrem farbigen Grund. Leuchtendes Orange und Gelb überwiegen in diesen zwei Werken, aber auch Blau, Grün und Violett tauchen auf. Sie erscheinen wie eine Rückkehr des Malers zu früheren Motiven und sind doch ganz anders als seine vorherigen Bilder. Weder ein aus-geprägter Pinselduktus noch ein pastoser Farbauftrag oder überlappende Ebenen prägen diese Bilder. Vielmehr führen sie die malerischen Errungenschaften der „N-Bilder“ in voller Zuwendung zum Lebendigsein seines ganzen Werks fort, schöpfen ihre gereifte Bildsprache aus diesen und entwickeln sie weiter – Bilder als Ganzheiten und „Früchte“.

Während in der Goethestraße Werke aus Privatsammlungen in die expressiven Bildwelten seit 1999 einführen, bildet dort ein einzelnes neues „N-Bild“ nicht nur den Übergang zur Ausstellung in der Bleibtreustraße, sondern schlägt auch eine Brücke zum gesamten schöpferischen Kosmos des Malers („NASAHEIM“), welcher einem ständigen Grenzgang gleicht, der von der Grenze aus erfahren das bestimmt, was das Werk auszumachen hat.

„Werk, ... behauptet sich am Rande seiner selbst; es ruft und holt sich, um bestehen zu können, unausgesetzt aus seinem Schon-nicht-mehr in sein Immer-noch zurück."

- Paul Celan

André Butzer (*1973, Stuttgart) lebt und arbeitet in Rangsdorf bei Berlin. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, u. a. Växjö Konsthall (2017); Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt und Neue Galerie, Gladbeck (beide 2016); Kunstverein Reutlingen (2015); Künstlerhaus. Halle für Kunst und Medien, Graz (2014); kestnergesellschaft, Hannover und Kunsthistorisches Museum - CAC Contemporary Art Club im Theseustempel, Wien (beide 2011); Kunsthalle Nürnberg (2009) und im Kunstverein Heilbronn (2004). Butzer war an wichtigen internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, zuletzt in der Kunsthalle Krems (2017); Deichtorhallen, Hamburg (2016); Kunsthalle Düsseldorf (2015); Kunstmuseum Stuttgart (2014); Kunsthalle Emden und MoCA - Museum of Contemporary Art, Los Angeles (beide 2013); Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt/Kunstraum München (2012); Kunstmuseum St. Gallen (2011); mumok Wien und ZKM - Museum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (beide 2008); Carré d’art – Musée d’art contemporain de Nîmes (2005), sowie in der Kunsthalle Hamburg (2003). 2018 eröffnen Einzelausstellungen im IKOB Museum of Contemporary Art in Eupen und im Museum of the Light, Yoshii Foundation in Hokuto.

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