Ended Jan 9

Peter Zimmermann

Sway

Nov 6, 2020 – Jan 9, 2021

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The modern world is characterized by technologies that "age" at ever-shorter intervals. They are digital, largely immaterial, and their development is rapidly accelerating. The respectively fast pace of life shapes our perception and produces a maelstrom that carries art with it. Painting is an anachronistic medium: at no time since the publication of Walter Benjamin's essay "The Work of Art in the Age of Mechanical Reproduction" has painting been at the height of the discourse of art theory. Nevertheless, it is widely seen as the standard for what constitutes art.

Zimmermann's signature works include multi-colored epoxy resin images taken from digital originals, such as photographs, film stills or diagrams, which he deconstructs and alienates using graphic algorithms and transfers to the canvas in numerous transparent layers. Since 2014, he has been following this method via the "van Gogh button" and translates the resulting images into oil paintings.

His new coral-like paintings differ from these predecessors in one essential point. They are created by applying oil paint directly by hand on dibond plates. From painting tools (keyboard, brush) to "touch screen". What appears to be a nuance in the result is a historical leap in the process. But in which temporal direction? Zimmermann's "Handpainted Pictures" do not save painting in the age of the technical reproducibility of art, they transcend it and do so by entirely profane means.

Peter Zimmermann, born in 1956 in Freiburg / Breisgau lives and works in Cologne.

He studied at the State Academy of Fine Arts Stuttgart and was professor at the Academy of Media Arts, Cologne from 2002-7. His works can be found in numerous private and public collections, such as the Bundeskunstsammlung in Bonn, the Prada Collection, Milan and the Fondation Cartier, Paris.

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Die moderne Lebenswelt ist geprägt durch Technologien, die in immer kürzeren Zeitabständen „veralten“. Sie sind digital, in hohem Maße immateriell und in ihrer Weiterentwicklung rasend schnell. Diese Schnelllebigkeit prägt unsere Wahrnehmung und produziert einen Strudel, der auch die Kunst mit sich zieht. Malerei ist hingegen ein anachronistisches Medium: Zu keiner Zeit befindet sich die Malerei seit Erscheinen von Walter Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ auf der Höhe des kunsttheoretischen Diskurses. Dennoch wird sie weitläufig als Maßstab für das gesehen, was Kunst ausmacht.

Peter Zimmermanns konzeptuelle Forschung begann Ende der 1980er-Jahre mit den „Book Cover Paintings“, bei denen er Cover von Atlanten, Kunstbüchern, Reiseführern und Wörterbüchern großformatig mit Epoxidharz auf die Leinwand brachte. Im Umfeld der Kontextkunst der 90er-Jahre, baute er etwa das Layout von Produktverpackungen und Werbeplakaten nach, ersetzte deren Beschriftung aber durch kunsttheoretische Texte. Sehr früh interessierte er sich für die Digitalisierung und deren Prozesse von Repräsentation.

Zu Zimmermanns signature works gehören mehrfarbige Epoxidharz-Bilder aus digitalen Vorlagen, wie Fotos, Filmstills oder Diagrammen, die er mittels grafischer Algorithmen dekonstruiert und verfremdet, und in zahlreichen transparenten Schichten auf die Leinwand überträgt. Seit 2014 verfolgt er diese Methode über die „van-Gogh-Taste“ und übersetzt die so entstandenen Bildvorlagen auch in Ölmalerei.

Seine neuen korallenartigen Bilder unterscheiden sich von diesen Vorgängern in einem wesentlichen Punkt. Sie entstehen durch direkt mit der Hand auf Dibondplatten aufgetragene Ölfarbe. Vom Malwerkzeug (Tastatur, Pinsel) zum „Touchscreen“. Was im Ergebnis scheinbar wie eine Nuance wirkt, ist im Prozess ein historischer Sprung. Doch in welche zeitliche Richtung? Zimmermanns „Handpainted Pictures“ retten nicht die Malerei im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Kunst, sie transzendieren sie und zwar mit ganz profanen Mitteln.

Peter Zimmermann, geboren 1956 in Freiburg im Breisgau, lebt und arbeitet in Köln. Er studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war von 2002-2007 Professor an der Kunsthochschule für Medien, Köln. Seine Werke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen, wie etwa in der Bundeskunstsammlung in Bonn, der Prada Collection, Mailand und der Fondation Cartier, Paris.

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