Ended Mar 7

Reveries of a Solitary Muse

Jan 30 – Mar 7, 2025

Nadja Abt, Annabelle Agbo Godeau, Solweig de Barry, Isabella Fürnkäs, Suah Im, Alex Müller, Eglė Otto, Sophia Süßmilch, Sophia Tabatadze

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In Greek mythology, the Muses were thought to speak in whispers, inspiring those they blessed with their gifts. In some accounts, these whispers were carried on the wind, often from Mount Helicon, the sacred mountain where the nine Muses were said to reside. As divine patrons of the arts, each Muse presided over a distinct domain of knowledge—spanning poetry, dance, music, history, and astronomy—collectively embodying the vast spectrum of human inspiration, guiding artists, poets, and musicians as they retreated into the depths of thought.

This idea of whispers has transcended time, enduring as a metaphor for the muse’s mysterious aura, a source of inspiration and personal enlightenment. Building on this notion, the exhibition reveries of a solitary muse brings together the work of nine women artists: Nadja Abt, Annabelle Agbo Godeau, Solweig de Barry, Isabella Fürnkäs, Suah Im, Alex Müller, Eglė Otto, Sophia Süßmilch, and Sophia Tabatadze. Spanning a wide range of mediums, their works offer multifaceted perspectives on the muse, unfolding a narrative imbued with a sense of dream, poetry, and humour.

In some works, the muse emerges as a guiding principle—a mediator between the physical world and the realm of ideas—manifesting, for instance, through the artist’s dedication to a specific medium, where repetition becomes an inquiry into the essence and language of art itself. Others explore the concept through metaphors, allegories, mythological or cinematographic references, often placing the female figure or motifs traditionally associated with it at the centre of their iconography. Across their diverse practices, a common muse is grounded in the personal, in their roles as artists and women, while informed by varied cultural backgrounds.

Redefining the muse beyond its classical origins, the exhibition invites reflection on the enduring ambivalence surrounding its representation in contemporary culture. In Western art, the muse has historically been shaped by the male gaze—viewed as an object of inspiration rather than originator— and, since the late 19th century, often conflated with the ‘femme fatale’, an archetype of beauty, at once enchanting and threatening. In contrast, each artist reclaims the archetype for herself, subverting, directly or indirectly, the clichéd portrayal commonly tied to it.

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In der griechischen Mythologie wurde angenommen, dass die Musen immer flüstern und diejenigen inspirieren, die sie mit ihren Gaben segnen. Der Überlieferung nach wurde dieses Flüstern vom Wind getragen, oft vom Berg Helikon, dem heiligen Berg, auf dem die neun Musen verweilen sollten. Jede von ihnen war die Patronin eines bestimmten Bereichs der Künste oder Wissenschaften – von Poesie, Musik über Tanz bis hin zu Geschichte und Astronomie. Gemeinsam verkörperten sie die unendliche Vielfalt menschlicher Kreativität und begleiteten Künstler:innen, Dichter:innen und Musiker:innen in ihrem Schaffen, wenn diese sich in die Tiefe ihrer Gedanken zurückzogen.

Die Vorstellung und das Bild des Flüsterns hat sich über die Zeit hinweg bewahrt und besteht weiterhin als Metapher für die geheimnisvolle Aura der Muse als Quelle der Inspiration und persönlicher Erleuchtung. Ausgehend von dieser Idee präsentiert die Ausstellung “reveries of a solitary muse” (Träumereien einer einsamen Muse) die Werke von neun Künstlerinnen: Nadja Abt, Annabelle Agbo Godeau, Solweig de Barry, Isabella Fürnkäs, Suah Im, Alex Müller, Eglė Otto, Sophia Süßmilch und Sophia Tabatadze. Ihre Werke, die eine Vielzahl an Medien umfassen, bieten vielfältige Perspektiven auf die Muse und offenbaren Erzählungen, die von Traum, Poesie, aber auch von Gesellschaftskritik und Humor durchdrungen sind.

In einigen Werken taucht die Muse als leitendes Prinzip auf – als Vermittlerin zwischen der physischen Welt und dem Reich der Ideen – und zeigt sich beispielsweise in der Hingabe zu einem bestimmten Medium, wobei die Wiederholung zum Mittel der intensiven Auseinandersetzung mit dem Wesen und der Sprache der Kunst selbst wird. Andere nähern sich diesem Konzept durch Metaphern, Allegorien sowie durch mythologische oder filmische Bezüge an, wobei sie häufig die weibliche Figur – oder die mit ihr traditionell verbundenen Motive – in den Mittelpunkt ihrer Ikonografie stellen. Trotz unterschiedlicher Ansätze teilen die Künstlerinnen eine gemeinsame Verbindung zur Muse, die im Persönlichen verankert ist – in ihrer Identität als Künstlerinnen und Frauen – und von der Vielfalt ihrer kulturellen Hintergründe geprägt ist.

Über die klassischen Ursprünge der Muse hinaus lädt die Ausstellung dazu ein, die Rolle der Muse neuzudenken und ihre Darstellung in der zeitgenössischen Kultur zu reflektieren. In der westlichen Kunst wurde die Muse historisch vom männlichen Blick geprägt – nicht als Schöpferin, sondern als Objekt der Inspiration – und seit dem späten 19. Jahrhundert häufig mit der „femme fatale“ gleichgesetzt, einem Archetypus von Schönheit, zugleich verführerisch und bedrohlich. Im Gegensatz dazu erobert sich jede Künstlerin in der Ausstellung das Archetypische zurück und dekonstruiert dabei, direkt oder indirekt, die klischeehafte Darstellung, die gemeinhin damit verbunden ist.

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