Ended Jan 21

Christopher Kline

O.K. – The Musical (The Many Ghosts of Martin Van Buren)

Nov 18, 2016 – Jan 21, 2017

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For the past two years, Christopher Kline has been working on, O.K., an ongoing project based around the history and lore of the artist’s hometown of Kinderhook, New York. While the project often manifests as installations, artworks or texts, the linchpin has become the creation of an expansive community theatre musical developed slowly, scene by scene, over several years through workshops, performances and even a “TV show”, synthesizing and expanding on Kinderhook’s mythology to construct a fresh overview of local history.

At WNTRP, Kline presents O.K. – The Musical (The Many Ghosts of Martin Van Buren), a scene of puppet theatre from that larger work which depicts the late President Martin Van Buren sitting in his study at his Kinderhook home Lindenwald. As he attempts to write his memoirs, Van Buren is pestered by ghosts of his past, namely Joseph Cinqué who led the Amistad Slave Revolt and an unnamed Cherokee brave who would have endured the Trail of Tears death march in which 4,000 Cherokee perished during forced relocation. These individuals were never mentioned in Van Buren’s 850 page autobiography, and the historical events they represent were given barely a passing nod. By bringing the three figures together, Kline gives face to larger abstract issues, and forces Van Buren to justify their exclusion from the official version of his life. The repartee between the characters is at times funny, insightful, and uncomfortable, and teems with contemporary relevance.

In the exhibition space, the five-minute video will be presented on a screen set into a painted cardboard version of Van Buren’s yellow mansion. The three puppets of historical figures will be perched above the screen, within a replica of Van Buren’s study at Lindenwald, as if returning to the stage after a performance to take their curtain call. The theatricality of the display speaks to Kline’s larger aesthetic concern for O.K., where craft materials like cardboard, hot glue and paper maché help to retain the feeling of an amateur theatre piece.

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Seit zwei Jahren arbeitet der amerikanische Künstler Christopher Kline an einem Projekt zur Geschichte seiner Heimatstadt Kinderhook im Staate New York. Klines Werke sind meist installativ und werden begleitet von eigenständigen Objekt- und Textarbeiten. Eine zentrale Rolle innerhalb des Kinderhook-Projektes nimmt ein von ihm initiiertes Community-Musical ein. Durch zahlreiche Aufführungen, Workshops und einer eigens kreierten Fernsehserie wurden so Szene für Szene die Mythen und Erzählungen zu und über Kinderhook aufgenommen und erweitert, so dass ein neuer Blick auf die Lokalhistorie des kleinen Ortes geschaffen werden konnte.

In seiner Ausstellung bei WNTRP präsentiert Kline in Form einer Videoinstallation eine Szene aus dem Puppentheater O.K. - The Musical (The Many Ghosts of Martin Van Buren), welche den ehemaligen US-Präsidenten Martin Van Buren zum Ende seines Lebens zeigt. Im Begriff seine Memoiren zu schreiben wird Van Buren im Studierzimmer seines Hauses Lindenwald in Kinderhook von zwei Geistern heimgesucht. Ihm erscheint Joseph Cinqué, der Anführer der Sklavenrevolte auf dem Schiff Amistad, sowie ein namenloser Krieger der Cherokee, der den sogenannten Marsch der Tränen (Trail of Tears) überlebte, bei dem in den 1830er Jahren viertausend Cherokee durch gewaltsames Umsiedeln ihr Leben verloren. Keine der beiden Figuren fand Eingang in Van Burens real existierende 850 Seiten dicke Autobiografie und die historischen Umstände, die ihre Schicksale erst hervorbrachten werden allenfalls beiläufig erwähnt. Das Zusammentreffen dieser drei Figuren in Klines Stück führt dazu, dass Van Buren sich über die Abwesenheit der Beiden in seiner Geschichtsschreibung rechtfertigen muss. Daran anknüpfend ist die Szene auch sinnbildlich für zahlreiche ähnliche Leerstellen der (nicht nur) US-amerikanischen Geschichte zu verstehen. Die Schlagfertigkeit der Charaktere ist so unterhaltsam, wie ihre Gespräche neue und unbequeme Einsichten bieten, die in vielerlei Hinsicht ganz aktuell und relevant wirken im Angesicht der politischen und sozialen Lage in den USA.

Kline präsentiert das 5-minütige Video auf einem Bildschirm, welcher eingelassen ist in eine Pappversion von Van Burens gelbem Anwesen in Kinderhook. Die drei Puppen aus dem Stück sitzen wiederum oberhalb des Studierzimmers und des Bildschirms, ganz so, als ob sie zurück auf die Bühne gekommen wären, um sich vor dem Publikum zu verbeugen. Mit Pappkarton, Heißkleber und Pappmaché setzt Kline beim Nachbau des Hauses bewusst auf haushaltsübliche Materialien, welche seine Sympathie und Faszination für das Phänomen des Amateurtheaters unterstreichen.

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